David Schneider Motorsport - go@david-schneider.net

Saison 2019

24. April Trackday
27. April VLN 3
20. Juni RCN 4
13. Juli VLN 4
3. August VLN 5
7. September VLN 6
28. September VLN 7
12. Oktober VLN 8
26. Oktober VLN 9

30
Nov.
1

Vom Touristenfahrer zum Rennfahrer

Heute möchte ich euch meine Erfahrung und meinen Weg vom Touristenfahrer zum “ Rennfahrer “ erläutern.
Ich denke es könnte den ein oder anderen von euch interessieren, weil ich immer wieder zu meinem Werdegang befragt werde. Ich gehe auf die Dinge ein, die wichtig sind wenn man auf der Nordschleife Rennen fahren möchte. Es gibt nämlich Unterschiede zu anderen Rennstrecken und Rennserien.Ich bin früher auch viel im Touristenverkehr gefahren, wollte aber trotzdem immer “ die richtigen “ Rennen “ fahren. Wie wahrscheinlich die meisten von euch wissen, ist die nationale A Lizenz Grundvorraussetzung um in der RCN Rennen zufahren. Außerdem solltet ihr das 18. Lebensjahr erreicht haben. Die nationale A Lizenz könnt ihr durch einen Lehrgang bei vielen Anbietern erhalten. Diese Lehrgänge bestehen immer aus einem praktischen -und aus einem theoretischen Teil. Die kosten dafür liegen zwischen 500 und 1200€. Wenn ihr diesen Lehrgang gemacht habt könnt ihr mit dem Zertifikat und einem Dokument was ein Arzt ausfüllen muss, beim DMSB in Frankfurt die eigentliche Lizenz beantragen. Jetzt habt ihr die Lizenz aber wie kommt man damit an ein Rennauto? Viele Teams suchen vor der Saison oder auch mitten in der Saison Fahrer. Ihr könnt euch also bei diesen Teams einen Fahrerplatz “ mieten „. Kontakt zu den Teams in Bezug auf freie Fahrerplätze könnt ihr am besten über die RCN-Gruppe bei Facebook oder durch die Internetseite www.motorsport-markt.de aufnehmen. Ihr könnt natürlich auch einfach mal bei einer Veranstaltung vorbei kommen und persönlich Kontakt zu den Teams aufnehmen. Generell gibt es zwei Möglichkeiten ein Fahrzeug zu mieten. Entweder mit Versicherung oder ohne. Fahrerplätze mit Versicherung sind logischwerweise immer teurer wie welche ohne Versicherung. Der höhere Preis für einen Fahrerplatz mit Versicherung schreckt oft ab, aber ihr müsst euch im klaren sein das wenn ihr einen Schaden an dem Fahrzeug verursacht, ihr dafür aufkommen müsst. Das können jenachdem welches Auto ihr pilotiert bei einem Totalschaden gerne 40.000€ bis 50.000€ sein. Falls ihr denkt das ihr den Schaden an eurem Fahrzeug nicht bezahlen müsst wenn ihn jemand anderes verursacht hat, dann liegt ihr leider falsch. Soll heißen, im Kesselchen fährt euch einer rein und ihr müsst den Wagen deswegen einplanken, seid ihr genauso für den Schaden verantwortlich. Ich bin selber einmal bei der RCN, in der Fuchsröhre auf Öl ausgerutscht. Ich habe mich gedreht und habe das Auto mit 160 km/h eingeplankt. Wie ein Fahrzeug danach aussieht, kann sich denke ich jeder vorstellen. Auch wenn das Fahrzeug versichert ist, gibt es hohe Selbstbeteilligungen. Die wird bei einem Fahrzeug welches 30.000€ Wert hat ca. 6000€ kosten. Aber ihr könnt euch ja überlegen womit ihr besser unterwegs seid. Günstigerer Fahrerplatz und bei einem Totalschaden 30.000€ bezahlen, oder etwas mehr für den Fahrerplatz bezahlen aber im Falle eines Totalschadens nur für 6000€ aufkommen. So, wir haben jetzt die Lizenz und einen Fahrerplatz, was fehlt uns noch? Genau, die Fahrerkleidung ! Ihr braucht einen Helm, einen Overall, ein H.A.N.S., feuerfeste Unterwäsche, Schuhe und Handschuhe. Für das Zeug kann man zwischen 1000€ und Ende offen ausgeben. Ihr merkt, wir haben jetzt schon eine Menge Geld ausgegeben und sind noch nicht ein einziges Rennen gefahren. Was ich damit sagen möchte, es ist ein sehr kostspieliges Hobby. Tja, was heißt kostspielig? Es kommt halt ganz drauf an in welcher Klasse man fahren möchte und natürlich auch auf welchem Auto. Um eine grobe Zahl zu nennen, würde ich sagen, man kann eine RCN Saison ab 10.000€ bestreiten. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Ihr solltet also einen gewissen finanziellen Background haben. Ob man das Geld durch Gönner, die Familie oder Sponsoren auftreibt spielt ja keine Rolle. Man braucht es aber. Wenn euer Ziel ist, in der VLN zufahren dann nutzt die RCN um erste Erfahrung zu sammeln, um die nötige höhere Lizenz zu machen und um die notwendige Permit B zu erhalten.
Ich habe versucht die wichtigsten Dinge verständlich zu erklären, wenn trotzdem noch Fragen von euch offen sind könnt ihr euch gerne jederzeit bei mir melden.
Jetzt wünsche ich euch noch eine schöne und erholsame Winterpause. Keep Racing !


Eine Antwort zu “Vom Touristenfahrer zum Rennfahrer”

  1. Andreas Herber sagt:

    Tolle Erklärung, interessant auch zu erfahren wie aktive Fahrer zum Motorsport gekommen sind, vielen Dank dafür.
    Zum Thema Kosten fällt mir immer der Spruch von meinem Freund Stefan ein:
    Wie kann man im Motorsport reich werden?
    Indem man vorher sehr reich war… 😉
    Wünsche viel Spaß und Erfolg beim Team WS-Racing und allzeit knitterfreie Fahrt 😊

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